Was kochst du denn eigentlich so?

Moin Moin!

Immer wieder bekomme ich Emails von interessierten Personen die sich vorstellen können auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten. Dabei erhalte ich auch oft die Frage was ich denn eigentlich so koche? Ich habe ja schon mal geschrieben, dass ich hier auf der AIDAdiva Chef de Partie (Postenchef) bin und verantwortlich für das Fleisch bin welches in der Hauptküche (Main Galley) produziert wird für die verschiedenen Restaurants.

Hier mal eine kleine auflistung, was ich so denn selber koche:

  • Wildschweinragout mit Waldpilzen
  • Schweinegeschnetzteltes in rosa Pfeffersauce
  • Hähnchenragout “Casimir”
  • Hähnchen Süß – Sauer
  • Rinderfiletstreifen in Cognacsauce
  • Ochsenschwanzragout
  • Schweinegeschnetzteltes mit süßen Senf und Äpfel
  • Braga Reis
  • Pitta Panna
  • Lamm in Joghurt-Knoblauch Sauce
  • Kalbsfrikassee
  • Hühnerfrikassee
  • verschiedene Currys
  • Entenbrustragout
  • und viele mehr Smiley

Es gibt hier und auf den anderen Schiffen einen festen Menüplan + Creative Menüs. Die Ragouts wiederholen sich pro Reise an keinem Tag, dass heißt es gibt jeden Tag etwas anderes.

Ich produziere Ragouts / Fleisch für folgende Restaurants auf der AIDAdiva: Markt Restaurant, Bella Vista, Asia, Brasil, World of Rice, Skandinavia und ab und zu für Pizza Mare. Mein Postenkollege macht Braten, Enten, Spanferkel und weitere dinge für die selben Restaurants. An einem normalen Tag haben wir zusammen evtl. 10 verschiedene Gerichte und an sehr guten Tage wie der siebte Tag der Reise auch mal mehr als 20.

Dass wars auch erstmal wieder von mir, im Anschluss noch ein kleines Foto von heute aus Izmir und der nächste Beitrag kommt dann wenn ich auf dem Weg nach Asien bin Smiley

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Das erste mal General Cleaning

Moin Moin Leute,

leider habe ich die letzten Tage es nicht geschafft, die letzten zwei Artikel zu veröffentlichen, der Grund war einfach: kein öffentliches Wlan in der Türkei (Istanbul und Izmir) am Hafen. Morgen werden wir Antalya anlaufen und ich denke, ich habe gehört, dass es hier Wlan gibt. Naja, mal schauen Smiley

Heute war zudem ein guter sowie schlechter Tag. Gut deswegen, ab Frühs +30 Grad – den ganzen Tag! Und wie ist das Wetter in Deutschland? Ich weiß es gar nicht und will es auch nicht wissen.

Der Tag war zudem schlecht, weil Sony mein Kollege heute nicht mehr mit mir am Roti Posten ist, somit bin ich alleine für die ganzen Ragouts und co zuständig. Und natürlich kam es so, dass nicht alles pünktlich fertig wurde, bzw. das Wildragout für das Dinner (abends) hätte ich bereits am Vormittag machen sollen – soweit eigentlich kein Problem, jedoch musste ich noch gefühlte 500 – ich denke es waren mehr – Hackfleischspieße braten müssen. Bei zwei großen Kippern welche beide voll waren, war das ein kleines Problem. Denn in beiden Kippern (große Pfannen) waren Ragouts und somit kein Platz für die Spieße. Also erst schnell ein Ragout fertig gemacht und dann die Spieße gebraten.

Nach dem ganzen Stress – auch wenn es keiner war – abends ging das General Cleaning los. Das bedeutet die komplette Küche gründlich putzen. Eigentlich nichts neues. In der Ausbildung, Bundeswehr und zuletzt im Hotel war mindestens einmal die Woche ein Großputztag. Aber so wie hier hab ich es noch nicht miterlebt. Vier verschiedene Dinge musste ich reinigen und brauchte dafür gute 4 Stunden. Aber dies soll nicht negativ sein, es ist gut wenn man Küchen so gründlich putzt. Aber man gewöhnt sich daran und es wird nächstes mal (in 5 Tagen) schneller gehen Smiley

Auch hier wieder zur Info:

Diesen Beitrag habe ich –> in <- der AIDAdiva geschrieben, gegen 1 Uhr frühs am Mittwoch den 10.08.2011 irgendwo zwischen Izmir und Antalya – Türkei. Außentemperatur lag bei ca. 24 Grad eben noch. Und nun – Schiff Ahoi und gute Nacht, um 7 Uhr geht der Wecker wieder Smiley

Eine Seefahrt macht Spaß

Moin Moin!

07082011498In diesem Beitrag möchte ich ein wenig darüber schreiben wieso ich zur See fahre.
Nach meiner Ausbildung ging ich zur Marine und konnte somit schon das Schiffsleben als Schiffskoch erleben und es war gut. Es ist nicht wie am Land, wo man am Abend Feierabend hat, heim fährt und das selbe macht wie jeden Tag. Als Schiffskoch ist man mehrere Monate am Stück auf den selben Schiff, klar macht man hier jeden Tag auch das selbe, jedoch sieht man viel von der Welt, wird gut bezahlt und es ist doch was anderes von der Arbeit her wie am Land.

Die Zusammenarbeit mit den anderen Köchen ist viel besser, da man sich sehr schnell sehr gut kennen lernt. Weil man vieles sieht, bekommt man auch viel Sonne ab, sofern man in den schönen Regionen fährt.

Vor ca. 20 Minuten war ich beim Rauchen und da ich ein Thermometer am Mann habe (brauche ich für die Arbeit), habe ich einfach mal die Temperatur gemessen. Auf Deck 5 am Bug ist ein Raucherplatz im freien. Dieser ist zwar überdacht und bestückt mit 6 Deckenventilatoren hat es dort 27,9 Grad Celsius gehabt und ich möchte nicht wissen wie warm es auf dem Sonnendeck ist.

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Die ersten zwei Tage

Moin Moin ihr Landratten!

06082011490Da bin ich schon. Nun wo fange ich an?
Freitag, besser gesagt Donnerstag nachmittag, bin ich los Richtung Athen. Donnerstag gegen 21 Uhr war ich bereits am Hamburger Flughafen, obwohl mein Flug erst gegen 7 Uhr früh ging. Naja Flug und Umsteige Flug habe ich gut überstanden, jedoch habe ich am Athener Flughafen nicht den Agenten gefunden, der mich zu Schiff bringt. Nach kurzem Telefonat nach Rostock, fand mich der Agent nach 3 Stunden am Athener Flughafen. Nach einer Stunde Autofahrt war ich bereits am Schiff. Ich betone hier das Wort “am”. Nämlich musste ich mit zwei weiteren Crew Member noch ca. 2 Stunden in der Schiffs Touristen Zentrum vom Athener Hafen warten, obwohl die nichts machten, dauerte es ewig. Naja egal. Aufs Schiff gekommen erstmal mit meinem Küchenchef meine Kabine bezogen, meine Küchenuniform – eine richtig geile! – geholt und anschließend die erste Sicherheitsbelehrung vom ersten Offizier, welche nicht anders war als das Basic Safety in Rostock.

Nach etwa 2 Stunden insgesamt auf dem Schiff war ich auch bereits im Küchenoutfit in der Küche und das obwohl ich über 48 Stunden wach war, aber nicht zum arbeiten sondern um mir alles anzuschauen. Zweiter Tag begann um 07:30 Uhr. Ich habe mich nicht verlaufen und wusste direkt wo ich hin muss, in die Main Galley. Der Hauptküche wo vieles für die Restaurants zubereitet wird. Ich als Koch bin nun am Sotti posten. Das heißt, ich mache Ragouts und ähnliches und das jeden Tag 6 Monate am Stück. Aber es macht Spaß. Obwohl ich nur ein schlechteres schul englisch besitze, komme ich gut klar. Aber ich denke, dass wird sich schnell ändern.

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